Links Kontakt Impressum

Salzachkundgebung 2017

Fünfte Salzachkundgebung

Zum fünften Mal trafen sich am Sonntag, den 2. Juli, an der Plättenlände in Tittmoning Kanuten, Naturschützer und Fischer, organisiert in der „Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach“, um für die frei fließende Salzach einzutreten. Begrüßt wurden sie dort vom Präsidenten des Bayerischen Kanuverbandes Oliver Bungers. Vor der Abfahrt verwies Dr. Josef Paukner, Sprecher der bayerischen Fluss-Allianzen, auf das große Potential der Salzach als Naturfluss, das man nicht leichtfertig für eine marginale Stromgewinnung aufgeben sollte. Die bayerischen Flussallianzen würden mit Entschiedenheit für den Erhalt der frei fließenden Salzach eintreten.

Dann legte die Plätte ab und fuhren mit den Ehrengäste Richtung Burghausen. Dabei war unter anderem Prof. Dr. Hubert Weiger vom BUND, die stellvertretende Landeshauptfrau des Landes Salzburg Dr. Astrid Rössler und Dr. Norbert Schäffer Vors. des Landesbund für Vogelschutz Bayern. Trotz des strömenden Regens begleiteten sie mehr als 60 Kanuten aus allen Ecken Bayerns. Kurz vor Burghausen zeigte der Himmel dann ein freundlicheres Gesicht.

Pünktlich zur Kundgebung auf dem Rathausplatz zeigte sich der Himmel von seiner besten Seite. Begrüßt wurden die Teilnehmer vom Schirmherrn der Veranstaltung, Bürgermeister Hans Steindl. Er erinnerte an die Naturkräfte, die im letzten Jahr in Simbach besonders stark in Mitleidenschaft gezogen haben. Neue Fließkraftwerke sind zwar technisch ausgereift, stellte er fest, können aber der Wucht des Salzachhochwassers nichts entgegensetzen.

Dr. Norbert Schäffer von den Vogelschützern machte deutlich, der Einsatz für frei fließende Flüsse könne nicht auf ein paar wenige weltfremde Aktivisten reduziert werden. Die Menschen wollen wieder mehr Wildnis. Wir dürfen die Menschen nicht an verbaute Flüsse gewöhnen. Viel mehr daran, hier die Vielfalt zu fördern. Auch mit Arten, die man nicht kennt." Vielfalt ist besser als Einfalt.

Sie haben hier an der Salzach eine Flusslandschaft die in ihrem Wert absolut unterschätzt wird. Wir brauchen einen solchen Fluss, damit man erleben kann, was frei fließend überhaupt bedeutet", unterstrich Prof. Dr. Hubert Weiger vom Bund Naturschutz eingangs seiner Rede. Was Weiger und seine Mitstreiter so auf die Palme bringt, ist ein Rückblick in die politische Geschichte. Bereits 1978 gab es eine Studie des bayerischen Umweltministeriums die die energetische Nutzung als nicht sinnvoll ausgewiesen habe. Aufgrund derer habe der damalige Umweltminister Alfred Dick entschieden, die Ökonomie dort zurückzusetzen, wo die Ökologie dauerhaftgeschädigt werde. Weiger machte deutlich, dass der gegenläufige Ministerratsbeschluss aus dem Jahr 2016, zur energetischen Nutzung der Salzach, wider besseren Wissens gefasst wurde. Deutschland sei der Stromexporteur Nummer eins in Europa der sogar Frankreich teilweise mit sauberem deutschen Strom versorgen würde, berichtete er. Wir bräuchten daher „mehr Hirn statt Strom“ bekräftigte er zum Abschluss.

Wie aufwändig, wenn auch wichtig es sei, regulierte Flussabschnitte wieder zurückzubauen, berichtete Dr. Astrid Rössler. Die stellvertretende Landeshauptfrau des Landes Salzburg machte den Verfechtern für eine frei fließende Salzach Mut. Nördlich von Salzburger würden derzeit die ersten 127 von rund 800 Hektar Salzachauen umgestaltet um sie zukünftig der natürlichen Entwicklung zu überlassen. "Wir sind dabei das größte Lifeprojekt in Österreich" umzusetzen, so die Grünenpolitikerin. Sie berichtete von Detailplanungen und Konzepten, wie diese herrliche Natur später durch die Lokalbahn erreicht und entdeckt werden könne.
Karin Frauendorfer, Bgm. Hans Steindl, Dr. Astrid Rössler, Prof. Dr. Hubert Weiger 072013.jpeg [1.415 KB]
Aktivisten [1.562 KB]
kanuten07033.jpeg [353 KB]

Einladung zur 5. Salzach- Kundgebung

Die Kundgenung am 02. Juli 2017 steht auch heuer wieder im Zeichen des "Naturflusses Salzach". Salzach Programm 2017 [413 KB]

30 Jahre ALS

Die länderübergreifende Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach (ALS) feiert am 17. 5. 2017 bei einem Fach-Seminar in Laufen ihr 30-jähriges Bestehen (Gründung: 3. 6. 1987).
Bayerische und Salzburger Experten diskutierten dabei über Maßnahmen zur Erhaltung der Salzach und ihrer Auen. Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler lobte in ihren Grußworten die gute Zusammenarbeit zwischen Natur-, Wasser- und Gewässerschutzexperten aus Bayern und Salzburg: "Dieser Austausch hat sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt und ist auch Verdienst der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzburg, dafür möchte ich mich herzlich bedanken." Auch Dr. Josef Pauckner – der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Flussallianzen – dankte der ALS für ihren vorbildlichen Einsatz, attestierte der Salzach in seinem Grußwort eine landesweite Bedeutung und verwies auf „das nicht zu unterschätzende touristische Potenzial“ einer naturnahen Flusslandschaft. Die ALS veröffentlichte im Rahmen der Veranstaltung die "Laufener Erklärung" [18 KB]

(Bild stehend v. links: Dr. Josef Paukner, Dipl. Ing. Tilmann Zinsser (WWA TS), Erich Prechtl (ALS), Dr. Andreas Unterweger (Land Sbg), Dr. Astrid Rössler (Land Sbg), HR Dipl. Ing. Reinhard Schaufler Land OÖ), Gerhard Auer (ALS), Dpl. Ing. Stefan Sattler, Dipl. Ing. Christian Wiesenegger (Land Salzburg), Dr. Martin Donat (OÖ), kniend: Dr. Hannes Augustin (ALS), Dr. Jakob Wagner (ALS), Dipl. Ing. Berhard Riehl (Land Sbg) Foto: Höfer

30 Jahre Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach

Zu ihrem driessigjährigen Bestehen veranstaltet die ALS ein Seminar im Kapuzinerhof in Laufen/Salzach.
"Die Zukunft der Salzach Rückblicke - Einblicke - Ausblicke"
ALS Seminarprogramm 17. Mai 2017 Einladung [271 KB]

Salzachkundgebung Bericht 2016

Eindrucksvolle Kundgebung für die freie Salzach
Zum viertenmal fand die Kundgebung auf der Salzach statt um die letzten 60 Kilometer dieses Flusses vor weiterer Verbauung zu bewahren.
Bericht Kanu 2016 [95 KB]

Einladung zur 4. Kundgebung

4. Kundgebung infolge „FÜR DIE SALZACH ALS NATURFLUSS am 11. Juni 2016
DIE SALZACH OHNE KRAFTWERKE UND OHNE WEITERE VERBAUUNGEN - EIN MUSS FÜR UNSERE ZUKUNFT

Die Salzach kann das Wahrzeichen einer neuen Flussbauära sein!
Diese Forderungen stellen auch in diesem Jahr, zum vierten Mal infolge, Kanuten, Naturschützer und nicht zuletzt die Stadt Burghausen als Schirmherrin der Veranstaltung.
Am Samstag, den 11. Juni 2016, versammeln sich um 10:00 Uhr an der Plättenanlegestelle in Tittmoning neben den geladenen Ehrengästen Kanuten aus ganz Bayern, die österreichischen Feuerwehren mit ihren historischen Zillen, die Burghauser Wasserwacht mit ihrem Boot, die Mitglieder des Schwimmvereins SERWUS-Burghausen sowie eine Gruppe Läufer. Es ist jederzeit möglich, ohne Anmeldung mit zu laufen, zu schwimmen oder mit dem eigenen Boot mit zu paddeln. (Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und auf eigene Verantwortung.) Plätte und Begleiter werden voraussichtlich um ca. 12:30 Uhr an der Plättenanlegestelle in Burghausen ankommen. Die Kundgebung findet um 14:00 Uhr auf dem Stadtplatz in Burghausen vor dem Stadtsaalgebäude statt und dauert etwa zwei Stunden.
Flugblatt Salzach [1.539 KB]

Weitere Sohlrampe nicht erforderlich!

Die länderübergreifende Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach ist erfreut über die neuesten Erkenntnisse und Untersuchungen der Universität Stuttgart betreffend die Untere Salzach und die positive Wirkung der im Jahr 2010 errichteten aufgelösten Rampe bei Flusskilometer 51,9 südlich von Oberndorf/Laufen. Siehe dazu die beigefügte Presseinformation des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein vom 24.11.2015.
Die befürchtete Sohleintiefung konnte im Freilassinger Becken offenbar gestoppt werden, eine weitere Rampe – wie ursprünglich im Sanierungskonzept vorgesehen – ist nicht mehr erforderlich. Die Naturschutzorganisationen appellieren jetzt an die zuständigen Politiker und Behörden beiderseits der Salzach, die Planungen für eine ökologische Sanierung mit Flussbettaufweitung voranzutreiben.

PM WWA TS Freilassinger Becken 24.11.2015 [25 KB]

Geschiebetransportmodell UNI Stuttgart kurz [387 KB]

Wassersport Naturschutz Politik

Paddeln für ein freie Salzach ohne Querbauwerke war das Motto am 20. Juni 2015 bei einer Plättenfahrt zwischen Tittmoning und Burghausen.
Begleitet wurde die Plätte von Zahlreichen Kanufahrern.
M Wassersport und Naturschutz [519 KB]

Kundgebung am 20.06.2015 für eine freie Salzach

E I N L A D U N G

zur Kundgebung 20. Juni 2015, 14:00 Uhr am Stadtplatz Burghausen
Schirmherrschaft: Stadt Burghausen, 1. Bürgermeister, H. Steindl

„FÜR DIE SALZACH ALS NATURFLUSS
JA zur Natur NEIN zu Kraftwerken“

Salzach Programm 2015 [402 KB]

Plakat Salzach 2015 [1.430 KB]

Paddeln für eine freie Salzach

Paddeln für eine freie Salzach [482 KB]

Neues Faltblatt "Die freie Salzach"

Zum 25. jährigen bestehen der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach wurde ein neues Faltblatt aufgelegt. Die ALS wirbt damit für den Erhalt und die Renaturierung der "Freien Salzach.
faltblattfreiesalzachals.pdf [2.221 KB]

Resolution

RESOLUTION

für eine frei fließende Salzach im Unterlauf

anlässlich eines Treffens von Natur- und Umweltschutzorganisationen aus Bayern, Oberösterreich und Salzburg am 23. Mai 2011

Die untere Salzach ist der letzte auf längerer Strecke ungestaute Voralpenfluss dieser Dimension in Bayern und Österreich. Die Bedeutung dessen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Unsere Generation hat daher die Verpflichtung, diesen - von der Mündung aufwärts auf über 60 km Länge nicht durch naturferne Querbauwerke beeinträchtigten - Fluss zu erhalten und - wo nötig - in deutsch-österreichischer Zusammenarbeit zu renaturieren.

Die Unterstützer der Resolution verlangen daher:

Erhaltung der freien Fließstrecke der unteren Salzach
– keine Wehranlagen und keine Rampen im Tittmoninger Becken

Schaffung „weicher“ Ufer durch Uferrückbau und Verbreiterung des Flussbettes.
Ermöglichung lokaler Flussaufweitungen durch Eigendynamik der Salzach in größtmöglichem Umfang.
Erhöhung bzw. Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit der unteren Salzach und der Nebengewässer


Resolution Salzach 2011 [1.096 KB]